Vernichtende Kritik an Departement Schmid: «Armee ist ein Verwaltungsmoloch»
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 28.08.2008 81 Kommentare
Deutliche Kritik an die Adresse der Armee: Jean-Pierre Bonny.
Eine Armee, die falsche Entwicklungsschritte macht: Schweizer Soldaten vor einem Staatsempfang.
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Oberst Bonny nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um den Zustand der Schweizer Armee geht. «Zu umfangreich, zu kompliziert zu unübersichtlich und zu schwerfällig», bezeichnet er sie im Gespräch mit Tagesanzeiger.ch/Newsnetz, «einen solchen Apparat kann man gar nicht führen.»
Jean-Pierre Bonny war bis vor zwei Monaten Präsident der Pro Militia. Zu dieser Organisation gehören 3600 ehemalige und aktive Armee-Angehörige. Unter ihnen viele Persönlichkeiten aus Politik, Armee und Wirtschaft.
Bonny weiter: «Der Bereich Verteidigung ist ein Verwaltungsmoloch». Es gebe zu viele Stäbe, zu viele Hierarchiestufen, zu viele Schnittstellen, zu wenig Klarheit und Transparenz.
Schlechte Noten für die VBS-Führung
Der Beweis dafür sei die 110 Seiten lange «Geschäftsordnung VBS». «Weitere 60 Seiten umfasst der Bereich Verteidigung und nochmals 21 Seiten die Geschäftsordnung des Generalsekretariates.»
Eine effiziente und moderne Führung erfordere jedoch knappe und einfache Strukturen. «Auf diese Schwachstellen hat auch das Inspektorat VBS im Bericht 502 aus dem Jahre 2004 hingewiesen.» Dieser Bericht stellte der Führungskultur im VBS ein schlechtes Zeugnis aus.
«Das Inspektorat VBS fehlt heute»
Bundesrat Schmid liess den Bericht einstampfen, nachdem Teile davon in der Presse durchsickert waren. Jean-Pierre Bonny: «Man hat in der Folge leider auch das Inspektorat VBS aufgehoben.»
Als Schwachstelle bezeichnet Bonny die Entscheidungsabläufe im Departement. «Während Jahrzehnten gab es eine Kommission für militärische Landesverteidigung», sagt er, «dieser gehörten die sieben Korpskommandanten, der Rüstungschef und der Generalsekretär an. Sie hat den Chef des VBS und den Bundesrat beraten.»
Ein ständiges Traktandum dieser Kommission sei die Ernennung hoher Armeekader gewesen. «Ich wage die Behauptung, dass der Fall Nef nie passiert wäre, wenn es ein ähnliches Gremium noch gäbe. Ein solche Kommission hätte die Vorschläge kritisch durchleuchtet.»
«Einige personelle Fehlentscheide»
Weil es ein solches Beratungsorgan oder ein ähnliches Gremium nicht mehr gebe, sei es wiederholt zu Fehlentscheiden gekommen. «Die Wahl des Chefs der Luftwaffe war einer – und nicht nur wegen des Kander-Unfalls.»
Ein besonders grosser Fehler war für Bonny aber vor allem die Ernennung des Chefs Logistik. Er sei ein Quereinsteiger gewesen. «Wenn man nur einigermassen seriöse Abklärungen über sein Wirken in der Privatwirtschaft durchgeführt hätte, wäre er als Logistik-Chef kaum ernsthaft in Frage gekommen.» Für Bonny hat die Logistik eine Schlüsselfunktion. Bonny: «Ohne funktionierende Logistik ist jede Armee im Eimer.»
Nach dem Stellenabbau bei der Logistik-Basis verfüge die Armee aber nicht mehr über den notwendigen Personalbestand, um die erforderliche logistische Leistung zu erbringen (tagesanzeiger.ch/newsnetz berichtete). Bis 2011 fehlen gegen 1000 Personaleinheiten. «Die Lücken sind derart, dass noch viel, sehr viel Zeit vergehen wird, bis sie geschlossen werden kann.»
Übung Aeropuerto zeigt Schwachstellen
Oberst Bonny findet es zwar richtig, dass in der aktuellen Bedrohungsanalyse die Gefahr vor terroristischen Anschlägen an vorderster Stelle steht. «Ich stimme auch dem Konzept der Raumsicherung als integrierendem Teil der Verteidigung zu.» Man habe aber in der Armee 21 und im Entwicklungschritt 08/11 nicht die dafür notwendigen Konsequenzen gezogen.
Das VBS habe zum Beispiel die Alarmformationen «Kloten», «Cointrin» und «Bundesstadt» aufgehoben, obwohl es sich hier um potenzielle terroristische Ziele handle. Bei der Übung «Aeropuerto», bei der man 2005 einen Anschlag auf den Flughafen Kloten simulierte, habe es volle 5 Tage gedauert, bis ein diensttuender Verband vor Ort einigermassen installiert war.
Das Fazit von Alt-Nationalrat Jean-Pierre Bonny: Es braucht dringend ein neues Armee-Leitbild, welches den modernen Gegebenheiten und den Schwächen der Armee 21 und des Entwicklungsschrittes 08/11 Rechnung trägt, welches auch klare umsetzbare Prioritäten setzt und Vorgaben für die Straffung der Departement gibt. Eine Armeereform ohne Reform des Departementes ist nicht möglich.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)
Erstellt: 28.08.2008, 10:04 Uhr
81 KOMMENTARE
Daniel Genf
@ Rolf Brönimann. - Nun so wegen Filz und Korruption. Im StgB ist Filz keine Straftat und Korruption ist nur strafbar von und gegenüber Amtsträgern (Behörden). Korruption und Filz innerhalb der Privatwirtschaft wird klar geduldet und ist keine Straftat laut StgB. Dies ist der Grund wieso wir in der Schweiz in der Privatindustrie fast keine Korruption haben... (weil es sie strafrechtlich gar nicht gibt..)
Brigadier Wunderlich
@General Willi! Gestatten Herr Kollege melde gehorsamst, Sämi hat es sich nun doch überlegt, er wird gehen...völlig freiwillig versteht sich, er hat bereits eine andere Firma im Visier die er zugrunde richten möchte. Melde gehorsamst, wir lassen ihn ziehen! Zufrieden?!
General Willi
Was für aufgeblasene Quatschköpfe. Die Armee war schon vor 20 Jahren schwerfällig, schweijkiesk und antiquiert. Wieso haben wir diesen Moloch noch ? Jetzt wird auf dem Thema herumgeritten,. Jeder Kettenriss, jeder Majorsfurz wird breitgewälzt und tagelang kommentiert. Nur weil man den Sämi Schmid loswerden will. Dieses Spiel ist zu offensichtlich, lasst euch was anderes einfallen.
M. G.
Lasst doch den armen Sämi noch etwas Bundesrat spielen. Vielmehr kaputmachen kann er ja nicht mehr.
Christoph Geiser
Herr Blocher ist also gefragt. Nun gut, darauf gehe ich mal ein. Angenommen dieser Ruf würde erhöhrt und Blocher würde das VBS übernehmen. Was würde er denn tun um die Misstände zu beseitigen? Bisher habe ich nichts vernommen, was gerade ihn für diesen Job qualifizieren soll. Dass er in der Privatwirtschaft erfolgreich war, heisst noch gar nichts. Ein Staatswesen hat nun mal andere Aufgaben und Ziele als eine private Firma. Ausserdem könnte es auch sein, dass die EMS Chemie nicht wegen Blocher, sondern trotz Blocher erfolgreich war. Das wissen wir nicht. Dass BR Schmid an dem Debakel schuld sein soll, ist ebenfalls eine Behauptung. Belege dafür gibt es nicht. Sicher, niemand macht keine Fehler. Aber der Zustand der Armee ist seit 1848 von vielen Politikern abhängig. Dass wir seither vom Krieg verschont wurden, ist wohl eher den Begleitumständen zuzuschreiben, als unseren Leistungen in der Politik. In unserem System haben viele ein Mitsprache und Entscheidungsrecht. Wenn schon von BR Schmids Kopf die Rede ist, ein BR der aus Schwäche vom Podest fällt ist sicher nicht die geeignete Symbolfigur für eine starke Armee.
Georg Stamm
Wenn man diese Kritik von Oberst Bonny hört, also von einem Mann der zur Armee eine positive Einstellung hat und verm. weiss von was er redet, dann wird erkenntlich wie sehr BR. S. Schmid im Amt überfordert ist und was alles im VBS im Argen liegt. Als altgedienter Oblt. läuft es mir kalt den Rücken hinunter und ich verspüre Wut. Aber eben: Gegenwärtig ist nicht sachbezogene Politik angesagt im Bundesrat sondern Fernhalten der SVP um jeden Preis.
Heinz Köhli
Die Bestellung des Armeechefs war/ist die wichtigste Aufgabe, die der Verteidgungsminister in Friedenszeiten zu treffen hat/te. Lausiger als im Fall Nef kann man nicht vorgehen. Politisch motiviert wird Schmid von der Sicherheitspolitischen Kommission und vom Bundeserat (den er hinterging) gestützt. Die Zeichen sind klar: Ein Bundesrat kann sich jeden Flop leisten. Wehrsteuer sistieren ! Eine Bananrepublik muss sich nicht verteidigen. Inzwischen liegt ja eine Studie vor, die besagt, dass eine grosse Mehrheit Schmid unfähig einschätzt, aber ebenso wünscht, dass der Bundeserat bleibt. Das Volk hat die Regierung, die es verdient.
Hans F
Ich kann Ronny Schwegler nur zustimmen. Nur weil Blocher ein erfolgreicher Unternehmer ist, haben es sich die Linken zur Lebensaugabe gemacht, ihn zu bekämpfen. Seine Leistungen verdienen Respekt, eines der grössten gesellschaftlichen Probleme in unserem Land ist halt nach wie vor der Neid.
M. Bourgeois
Zum Glück ist unser Sozialwesen kein Verwaltungsmoloch. Lustig: dieses kostet uns Jahr für Jahr mehr, die Armee kostet faktisch nur noch die Hälfte.
rudi ratlos
@ronny schwegler...wie bitte, was soll nun kommen???...im Gegenteil ich finde Ihre Aussage sehr treffend!
Mr. T.
Dass die Armee nicht mehr so funktioniert wie sie sollte, darf sich jeder Politiker selbst auf die Schulter klopfen. In den letzten paar Jahren wurde fortwährend das Budget gekürzt. Und wo spart man am leichtesten Kosten ein?? Genau, beim Personal (siehe auch Privatwirtschaft) und Material. Das diesen Vorgehen irgendwann nicht mehr aufgeht, sieht man nun immer wie mehr. Nun kommen aber wieder die Politiker und poltern herum, statt sich in den Ecken zu stellen und sich zu schämen... Nun wird über die Anschaffung von Kampfjets diskutiert, da die alten Tiger F-5 ausgemustert werden. In der Logistik wird aber immer noch mit Saurer 6 DM, 10 DM aus der Zeit herumkutschiert, an der ich noch nicht einmal lebte. Die Modernsten LKW sieht man nur noch am Anfang der RS und anschliessend nie wieder. Dass die Armee aber auch die Lufthoheit sichern will, kann ich verstehen. Aber bei der begrenzten Anzahl von Flugplätzen auf der eine FA-18 landen kann, ist dies ein leichtes, strategisches Ziel bei Angriffen. Werfen wir doch mal die Frage auf, anstatt von Kampfjets Kampfhelikopter zu kaufen. Für unser Gegebenheiten sicherlich wertvoller!!
Nico Wager
Wie einfach viele in unserer Schweiz das Problem sehen! Alles BR Schmid in die Schuhe zu schieben ist billige Polemik. Schon in der 80er Jahre als ich Dienst tat, hatte die Armee ähnliche Probleme. Heute werden leider Sachverhalte vereinfacht und personalisiert. Wie zum Beispiel beim Thema Ueberbevölkerung, das man lieber dem Papst in die Schuhe schiebt wegen dem Pillenverbot, anstatt dass wir endlich gerechte Löhne bezahlen würden, um die Armut zu bekämpfen. Aber dies würde uns ja etwas kosten.
Stephan L.
@ronny schwegler Hr. Blocher ist Pensionär, gönnen wir ihm seinen Ruhestand, eine nochmaliges Wirken auf irgendeiner Politplattform wäre so fehl am Platz, wie wenn man der GSOA einen Job an der Armeespitze anbieten würde. Hr. Blocher verdanken wir hiermit somit seine bisherige Tätigkeit, und schauen vorwärts auf eine nachhaltige Armeereform, ohne Unterstützung aber der SVP, die mit ihrem destruktiven und querulierendes Verhalten eh nichts Intelligentes zu Stande bringen wird. Und Ihne Herr Schwegler, finden Sie sich ab, dass sich die Zeit der Gesellschaft nun mal nicht mehr zurückdrehen lässt.
ronny schwegler
christoph blocher wäre der richtige mann für diesen job als vbs.verantwortlicher,ich weiss,nun kommt eine flut verwünschungen seitens der linken,die nur hass kennt gegen einen wirklich intelligenten und zur schweiz stehendem mann,der in vielen belangen recht hat,doch die wahrheit vertragen die linken in keinster weise,das war links immer so.
Michael G. Hänggi
Nun muss mal ganz klar festgestellt werden, dass das Schmid-Debakel nur der SP und der CVP zu verdanken ist. Diese beiden Parteien haben alles daran gesetzt, der SVP das Osterei Schmid ins Nest zu legen. Jetzt sieht man, welche Kriterien bei diesen beiden Parteien wichtig sind. Missgunst und Neid und Schadenfreude haben dafür gesorgt, dass Schmid ans Ruder kam. Eigentlich müsste man die Verursacher zum Teufel jagen.
Sld. Laemmli
Ich habe gerade zwei jahre Urlaub von der Armee erhalten, von dem her macht doch was ihr wollt am besten schafft den Muell soch ab, dann muss ich nicht mehr blechen. Bis in zwei Jahren gibts sicher noch mindestens achtundzwanzig umstruktuierungen.... Ah und wenn ich gerade dabei bin, wer will schnell Karriere machen der ist in der Armee richtig, das geht ruck zuck, sogal ich hab den Vorschlag erhalten, dabei sass ich 50% meiner zeit besoffen am Steuer.. Bis bald wieder im suaberen daher
Der Frager
@Stefan Meier: Sie schreiben: "Blocher kritisiert die Armee massiv. Aber genau er war einer der Hauptverantwortlichen für diesen Zustand." OK, Ihre Meinung. Aber können Sie uns sagen, warum Blocher durch seine Kritik an der Armee einer der Hauptverantworlichen an den heutigen Zuständen sein soll? Wie geht das, wie funktioniert das? Und wo ist die Logik? Was genau hat Blocher gesagt oder getan? Bereits zum voraus vielen Dank für Ihre geschätzte Antwort. Der Frager
Hans Saurenmann
jetzt platzt mir den Kragen, habe nie gerne Militaer-Dienst gemacht und habe im Fruehjahr 1965 verspaetet, nach Abschluss meiner Lehre in Deutschland, im Stadtzuercher Battellion (27) meine Dienst absolviert, und trotzdem diese notwendige Milizaufgabe erfuellt. Schon damals war es absehbar dass wir eine bewegliche Truppe benoetigen. Die Rede war von 1.500 Helikoptern mit je einem halben Zug on board wuerde die Verteidigungs-Aufgaben erfuellen. Eine Armee kann niemals Polizei-Aufgaben erfuellen. Der Nachrichten-Dienst, die Logistik und die Task oder Stosstrupps muessen aeusserst beweglich sein. Die Fuehrungsstruktur muss schlank sein und unsere Politiker muessen nicht die Clowns of the world spielen. Raeumt auf oder andere Gesellschaftsformen werden Euch ueberrennen wie die Geschichte genuegend Beispiel liefert. Wacht auf!! Es Gruessli us Florida, yours Hans Saurenmann
Weg damit
Einfach abschaffen und das Geld einsetzen um Steuern zu senken. Ist doch lächerlich, dieser Verein...
rudi ratlos
Es ist nicht mein Ziel persönlich zu werden, dennoch bitte ich die geneigten Leser, einmal den Kopf des BR Schmid etwas näher zu betrachten...es fällt immer mehr auf, dass der immer grösser und dicker wird, vermutlich liegt's am verstopften Hals und am wässrigen Gehirn...
Sperber Vogel
Nun, die Militärköpfe konnten während Jahrzehnten schalten und walten wie sie gerade wollten. Jeder der sich erfrechte ein Wort der Kritik an der heiligen Kuh zu äussern wurde als Landesverräter und schlimmeres tituliert. Moskau einfach war der einzige Ratschlag der einem erteilt wurde. Unter Führung der bürgerlichen Parteien wurde dieser Laden, Armee genannt, zum Steuergeld verschlingenden Moloch. Wo waren denn Herr Bonny und seine Mitstreiter damals ? Und, es geht leider weiter im Text und wird am Beispiel neuer Flügerli durch exerziert.
Housi s.
Die Armee ist nicht schlecht, schliesslich sind es ja die Bürger, die Militärdienst leisten. Das Problem liegt auf der Verwaltungsseite, also im VBS. Ich schlage vor, zumindest das V im VBS abzuschaffen und mit schlanken funtionsfähigen Strukturen und fähigen Leuten - nicht Sesselklebern - neu aufzubauen. Auf die Armee verzichten können wir nicht!
entäuschter soldat
Was die GSoA nicht kann, erledigt die SVP mit einem Armeebild als aus dem letzten Jahrhundert. Hallo, aufwachen! Wir leben im 21 Jahrhundert, die Wirtschaft hat keine Zeit ihre besten Leute als Offiziere bereitzustellen. Das ganze Milizprinzip gehört abgeschafft, da nur noch Leute die sonst nichts taugen weitermachen. Aber ein mindestens ab Leutnant professionelles Armeekader ist natürlich für die SVP tabu. Natürlich müsste auch das WK-System auf eine reine Durchdienertruppe umgestellt werden. Weniger aber dafür fähige Soldaten, geleitet von professionellen Berufsleuten. Ergibt auch eine kleinere und billigere Armee (EO + Arbeitskraftausfall in der Wirtschaft nicht vergessen). Jetzt haben wir eine grosse teure auf jeder Stufe inkompetente Armee. Sogar einfache Aufgaben wie Pistenstampfen oder vor Botschaften herumstehen werden miserabel organsiert. Nebenbei, für was brauchen wir eine eigenständige Armee, wer die Schweiz angreift, muss erst die NATO besiegen. Entweder wir kämpfen mit unseren Nachbarn oder wir machen gleich Forfait. Jeder weitere Franken für die jetzige Armee ist einer zu viel.
robert nüesch
wir brauchen die armee unbedingt,wer soll sonst das bundeshaus beschützen
A. D.
Herr Schmid - Sie sind nicht das Opfer taktischer Spielchen - Sie sind das Opfer der eigenen Unfähigkeit. Man kann auch aus Einsicht gehen, weil man dem Job nicht gewachsen ist und persönlich nichts mehr zum guten Gelingen beitragen kann. Oder wie stellen Sie sich das vor, Sie weiterhin als Chef VBS? Haben Sie so wenig Realitätssinn, dass Sie glauben, für die Armee noch irgenetwas Gutes tun zu können, das Akzeptanz findet?
Schweizerlein .
Keine fremden Soldaten in der Schweiz, keine Schweizer Soldaten im Ausland.
Roger Burger
Ob man es wahrhaben will oder nicht, es scheint ein weiteres mal Tatsache zu sein, das die vom Tages-Anzeiger so verhasste SVP, die Tatsachen früher als alle andern erkannt und genannt haben. Man muss sich Gedanken machen!!
Hans Graf
@ Andreas Ungricht: Ich sehe es genau so wie Sie, es hat System, System der Linken. Und weil die sogenannt bürgerlichen CVP und FDP in der Abhängigkeit der Linken sind, vor allem wenn es um die SVP geht, sind auch diese Parteien Schuld am Schlammassel in praktisch allen Bereichen. Aber auch wir alle, Wählerinnen und Wähler, tragen Mitverantwortung und könn(t)en die Verhältnisse bei den nächsten Wahlen ändern. Eigentlich muss man den Medien dankbar sein. Weil die sonst übliche, weit verbreitete Hofberichterstattung beim Leser nur noch Gähnen hervorruft, übernehmen sie nun Forderungen und Standpunkte, wie sie die SVP schon vor 10, 20 Jahren vertreten haben. Besser spät als nie.
Fritz Müllheim
Anstatt neue Flugzeuge würde ich empfehlen nur Schleudersitze für das VBS und die gesamte Armeeführung zu kaufen. Ferngezündete und natürlich ohne (goldenen) Fallschirrm. Ohne diesen Wasserkopf, der für einfache Probleme nur komplizierte Lösungen bereit hält, würde unsere Armee viel besser funktionieren. Bei den Soldaten gibt es noch genügernd gesunden Menschenverstand.
marco müller
macht doch den jämerlichen kindergarten dicht!!! die ganze armee ist ohnehin eine geldverschwendung, oder macht die armee freiwillig und nicht obligatorisch. den nur diejenige die wirklich "WOLLEN" sind motiviert. in einem land das für "freiheit", "demokratie" und "neutralität" steht wird mann gezwungen dienst zu leisten und jedes jahr mit dem sturmgewehr das blöde "obligatorische" zu schiessen. wer sich weigert wird "GEBÜSST". totaler schwachsinn dieser verein!!
Hugo Ferrari
Wenn es im VBS effektiv kein Inspektorat mehr gibt, dann ähnelt dieses Departement mehr einem Trachten- oder Jodlerverein als einer richtigen Führungsstelle für die Armee. Da gibt es ja überhaupt keine Kontrolle mehr. Warum macht man das nicht auch im Finanzdepartement, z.B. bei der Mehrwertsteuer? Und bei den Steuerämter in den Kantone sowie bei den Banken könnte man doch auch die "langweiligen" Inspektorate einsparen. Onkel Samuel lässt grüssen!
Christoph Geiser
Es erstaunt mich doch immer wieder, wie Menschen auf die Idee kommen können, dass es keine Armee bräuchte, in der Schweiz. Krieg ist, um es mit den Worten von Clausewitz zu sagen, ein erweiterter Zweikampf. Während man als Einzelperson auch davonrennen kann um seine Haut zu retten, ist das als Volk eher unmöglich. Es bleibt nur der Kampf, oder die freiwillige Unterwerfung. Letzteres kann angenehm sein, wahrscheinlich ist es allerdings nicht. Nun hat sich die Bedrohungslage in den letzten Jahren etwas verändert. Dass sich die Armee auch mit dem Terror befasst, ist nur richtig, allerdings ist es nicht die einzig mögliche Bedrohung. Ich finde, es darf auch gedacht werden, dass unsere Armee im Bedarfsfall mit der NATO zusammen kämpft. Sehr unwahrscheinlich, dass bei einem Angriff auf Europa die Schweiz nicht miteingeplant wird, oder ein isolierter Angriff nur auf uns stattfindet. Krieg ist eine erste Sache und politische Ideologien haben in solchen Fragen nichts zu suchen. Da ist mir die Kritik von Herr Bonny sehr recht. Er argumentiert zur Sache und das ist wichtig. Ich finde eine Berufsarmee, der bei Bedarf Milizen zugeteilt werden könnten, nach wie vor das einzig Vernünftige. Soldaten müssen in erster Linie Soldaten sein, die ihr Handwerk verstehen. Dazu ist aber ein Skipistenplanieren nun absolut nicht geeignet und alle paar Jahre für drei Wochen Soldat spielen genügt den heutigen Anforderungen schon längst nicht mehr. Was das Land auch nicht gebrauchen kann sind politische Parteien, die auf dem Buckel der Armee ihr gekränktes Ego zu kompensieren suchen. Solche Politiker sind nicht nur für die Wehrhaftigkeit eine Gefahr.
Peter H. Kuhn
Wo bleiben die Konsequenzen für dieses grauenhafte Malaise in der Armee? Wo bleiben sie? Die dafür verantwortlichen, unfähigen Führungspersonen sollten auf der Stelle entlassen werden. Und zwar ohne Fantasie-Entschädigungen. Sehr erstaunlich auch, dass die zuständige Kommission unter NR Zuppiger, SVP, so flügellahm ist und immer nur dann reagiert, wenn ein Ereignis öffentlich wird. Verantwortlich für das Malaise sind aber auch die politischen Parteien. Man hat langsam aber sicher genug von diesen unfähigen Politikern in Bern.
Peter Gaberell
Ich finde es grundsätzlich schade und vorallem feige, dass alle auf tiefem Niveau kritisierende Personen nicht öffentlich zu ihren Voten und Aussagen stehen können. Sie verstecken sich hinter abgekürzten und läppischen Namen, wie z.B "GSOA-Aktivist" oder "dr bugsierer". Dies gilt nicht nur für diese Kommentare, sondern ganz generell in solchen Beiträgen.
einfach Soldat
Ich staune immer wieder, dass sich die Leute soviel gedanken um unsere Armee machen...ich meine, es ist doch absolut naiv zu denken, dass die Schweiz im alleingang gar nur die geringste Chance hätte in einem Krieg...Stellt euch doch mal nur ein bisschen vor wie es hier aussehen würde...ich meine...scheinbar sind sich hier einige nicht bewusst was Krieg heisst...gerade wir bünzlis und Dienstagsclub schauer, wir welche nur vom Wetter reden, wir, die die Kriese kriegen, wenn die S-Bahn wiedermal Verspätung hat, oder die Versicherung mein gestohlenes Velo nicht zahlen will, wir die wegen jedem Pickel zum Arzt gehen, wir die nicht mal in der Lage sind einzuschreiten, wenns irgendwo brenzlig wird, sprich pöbeleien usw. Hallo? Wir reden hier von einer Armee, eine Armee ist zum Töten ausgebildet, Vergewaltigung, Folter usw, dass ist Krieg, ein gerechter Krieg ist sowieso schon ein gegensatz. Wir wären derart schockiert, dass das ganze Land lahm wäre...die einzige Möglichkeit uns gegen irgendwelche Aggrossoren zu wehren wäre eine Allianz mit den EU-Staaten und Amerika und dazu müsssten wir natürlich auch gemeinsam Üben. Wer hier glaubt die Schweiz alleine könne unser klitze kleines Land im Alleingang verteidigen lebt irgendwo hinterm Mond. Sowieso, schonmal gesagt, Frau und Kinder im Bunker wir Männer in den Bergen, sind wir doch ehrlich absolut unvollstellbar. P.S. (ich kenne den Verein auch ein bisschen, noch 1WK, dann zum Glück endlich fertig)
Chr. Rüegsegger
Es ist sicher gut die Chefs der obersten oder oberen Ettagen in die Kritik zu nehmen, aber wenn schon richtig, das heisst ihre Entscheide und nicht nur die Menschen. So zum beispiel ist entschieden worden, dass Künftig in den Logistikbetrieben (LBA) die Chefs der Fachabteilungen also der technischen- und handwerklichen Werkstätte, sowie Logistik- und Infrastrukturbereiche nebst den Führungsaufgaben ein grosser Teil der Personaldienstbelange und des Controllings ausführen müssen. Ueber die Seriösität und Zufriedenheit lasse man da den nötigen Gedanken Spielraum. Das Produkt der LBA ist nicht eine Ware, sondern Dienstleistungen an die Armee. Ich frage mich manchmal nur wo das Geld hingeht, welches in den letzten Jahren durch Personalabbau rund um die Armee gespart wurde. Jedenfalls nicht in die Leistungssteigerung der Armee und deren Logistik- und Infrastrukturbetriebe.
Rolf Brönimann
Mal auf den Punkt gebracht: So lange unser Parlament mit Filz überwuchert ist, werden solche Zustände nicht verschwinden. Erstaunlicherweise ist der Filz bei den bürgerlichen Parteien mit Abstand am weitesten verbreitet. Was wir Filz nennen, nennt sich im Ausland Korruption!
Buldeo der Holzhacker
Was in der "Affäre Nef" vergessen wurde ist die Hauptleistung von CdA Nef: er setzte durch, dass die Logistik endlich zum Thema wurde. Im letzten Herbst, während seiner Vorbereitung auf das neue Amt, befasste er sich wochenlang damit, bis und mit Gespräche mit Zeughäuslern. Als so ziemlich erste Amtshandlung stellte er dann im Januar den Logistikchef frei (ohne Pressemitteilung) und machte damit den Weg frei für einen Neubeginn der Armeelogistik.
S. s.
Mal angenommen, die Schweiz bräuchte eine Armee. Mal angenommen, die Zustände wären, wie in letzter Zeit von verschiedenen Seiten immer wieder moniert. Mal angenommen, diesen Kritikern ginge es nicht bloss um plumpes Schmied-Bashing. (Was ja offensichtlich ist und deshalb mehr als dumm). Weshalb kommen diese "Erkenntnisse" erst jetzt ans Tageslicht? Eben! Herr Bonny war schon immer bekannt für übertriebenes populitisches Haudegentum. Aber keiner soll nun zu behaupten wagen, dass dies es Zeichen fortschreitender Frustration über sein Verschweinden aus den Geschichtsbüchern sei. Dies wäre vermessen. Selbst wenn es sehr offensichtlich scheint. Der Zustand der Armee war nie anders, war nie besser.
web 2008
5 Reformen in 15 Jahren: Ist es nicht auch in der Privatwirtschaft so - eine Reorganisation jagt die Andere. Das Resultat ist selten eine Leistungssteigerung - vielmehr sind es ausgebrannte und kranke Mitarbeiter, welche zu Lasten der Volkswirtschaft gesund gepflegt werden.
Simplizius Simplizissimus
Leider teile ich den Optimismus vom "der Andere Meyer" nicht. Es wäre schön, wenn diese mehr als überflüssige Armee in absehbarer Zeit abgeschafft würde bzw. ersetzt würde, durch einen kompetenten Katastrophenschutz sowie einen guten Grenzschutz (in der Form eines Bundesgrenzschutzes wie ihn die Deutschne mal kannten), der auch bei Grossveranstaltungen neben den kantonalen Polizeikorps eingesetzt werden könnte sowie bei der Terrorbekämpfung. Selbstverständlich käme man bei diesen hochspezialisierten Einheiten mit kleinen Beständen aus. Die Einsparungen waren aber allemal gross und die Sicherheit des Landes würde nicht tangiert, denn mitten in einem geeinten Europa braucht ein neutraler friedlicher Kleinstaat wie die Schweiz keine überdimensionierte Armee.
Andreas Ungricht
Das ganze Chaos hat System: Man zerstört bewusst das Milizsystem und fährt das Budget so lange runter, bis wir uns tatsächlich nicht mehr autonom verteidigen können. Dann ist der Boden bereitet für den NATO-Beitritt, so wie es die Landesregierung will. Das Gleiche gilt für den EU-Beitritt: Man verhandelte die bilateralen Verträge möglichst so schlecht aus, dass wir besser gleich der EU beitreten sollten. Jetzt muss es endlich in eine andere Richtung gehen ! PS Die Budgetkürzungen im VBS wurden jeweils von Mitte-Links durchgesetzt, nicht von der SVP !
Frank Gut
Gebt den Leuten endlich einmal eine richtige Kopfbedeckung. Dieses Wishy-Washi Zeug das sich Beret nennt, welches man auf hundert verschiedene Arten und Winkel auf den Kopf stuelpen laesst, macht den Traeger laecherlich und noch schlimmer sieht eine Gruppe, Zug oder gar ein groesserer Verband aus. Da die meisten Leute rechtshaender sind, und das Beret natuerlich typisch schweizerisch "andersherum" getragen wird, muss man das Ding mit der linken Hand zu-recht drehen - mit dem erwaehnten Resultat, dass jedes Beret einen andern Winkel hat. Scheinbar sehen auch die Vorgesetzten nicht, wie ihre Maenner aussehen doch gibt es leider sehr viel wichtigere Probleme fuer unsere Militaer-Armee....
mad dud
Lieber GSOA-Aktivman Es gibt nutzlosere Dinge in der Schweiz als die Armee- zudem möchte ich dir hier noch sagen, dass deine Idee ja spitzenmässig schön klingt, doch es wohl kaum möglich sein wird, in der Bundesverfassung den Artikel zur Landesverteidigung in den Artikel bezahlter Auslandaufenthalt zu ändern. Verzeihe mir, aber das ist ja das absolut DÜMMSTE
Rolf Schumacher
Man hat die Munitionen bei den teuren und grossen Kalibern zu recht reduziert. Ich habe vor einigen Jahren zwei Wochen als Truppenarzt bei den Panzergrenadieren Dienst getant. Damals hat man täglich völlig "sinnlos" zig Panzerfäuste etc verballert, um das Kontigent zu erfüllen, um im nächsten Jahr wieder dieselbe Anzahl Knallpetarden einfordern zu können. PS: Ein Soldat, welche mit einer Pazerfaust hantirt, hat im Ernstfall keine Zeit zu fliehen, wenn er den Panzer nicht vernichten kann. Es ist sehr schwierig mit einer Panzerfaust einen Panzer zu vernichten. Im Ernstfall kommt also der Abschuss einer Pnzerfaust einem halben Suizid gleich. Ich kenne die Zahlen nicht mehr, aber deshalb wird im Gefecht auch oft gut getarnt und nicht geschossen. PS. Weder Panzer noch Panzerfaust sind in der heutigen Zeit noch gross von Nutzen. Es ist deshalb sehr wohl sinnvoll da Munition zu sparen. Gruss und alles Gute
Thomas Meier
Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht, warum die aktiven Soldaten in der Schweiz, es bis jetzt noch nicht in Betracht gezogen haben, vor dem Bundehaus gegen die derzeit erbärmlichen Zustände in der Schweizer Armee zu demonstrieren. Denn die momentane Situation ist viel mehr als nur beschämend. Es ist entwürdigend. Ein Armutszeugnis sondergleichen. Dass es bis jetzt noch nicht zu einem breiteren Widerstand innerhalb der Armee gekommen ist, kann ich mir eigentlich nur deshalb erklären, weil bis anhin jedermann als Nestbeschmutzer galt und fertig gemacht wurde, wer öffentlich die bestehenden Mängel in der Armee angeprangert hatte. (Dies bestätigte mir erst neulich wieder ein hoher und sehr einflussreicher Militär) Noch viel zu oft gibt es Kadavergehorsam oder Gleichgültigkeit. Leute mit Rückgrat bleiben die Ausnahme. Leider.
Marco Pfiffner
Stefan Meier. Sagen Sie mir warum Blocher für diesen Schlamassel verantwortlich ist. Soviel ich weiss hatte er das Justiz und Polizei Deparement inne . Aber Hauptsache man kann auf Blocher schimpfen, wenn auch keine Argument vorhanden sind. Unter Blocher wäre die Armee sicher nicht in einem solchen Zustand, denn er hatte schon immer gelernt Verantwortung zu tragen. Im Gegensatz zu anderen Bundesräte.
Andere Meyer
Die Armee müsste schon lange abgeschafft werden, ich denke in ca. 1-2 Jahren dürfte in der Schweiz eine Abstimmung erfolg haben für eine Schweiz ohne Armee....
Roger Paavo
Ich muss noch 2 Wks machen, lasst die Armee doch bitte so lange in Ruhe. Ich durfte in den letzten 10 Jahren fantastische WKs erleben - ich hatte Zeit um Bücher zu lessen, joggen zu gehen, gemütliches Essen im Restaurant, mit WK-Kollegen in der Gartenbeiz den Herbst geniessen etc. Macht mir das bitte nicht kaputt, ab 2010 könnt ihr dann die Armee auf Vordermann bringen, dann bin ich out of the Game ;-)
GSOA- Aktivist
Ich bin heute immer noch der Meinung, dass statt dem Besuch der Rekrutenschule jeder junge Schweizer für 1 Jahr (staatlich verordnet und bezahlt!) irgendwo ins Ausland gesetzt wird, damit man andere Kulturen kennenlernen kann, sich mit einer fremden Sprache rumschlagen muss, sowie der enge Tunnelblick einer MitEidgenossen endlich gebrochen und aufgeweitet werden kann! Nieder mit dem Heimatschutz - aber definitiv!
Thomas Hirschi
Bravo Thomas Schwarz. Sie haben den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Genau so sollte es gemacht werden. Bin voll Ihrer Meinung: Back to the roots. Von einem Saftladen zu sprechen ist erstens eine absolute Frechheit und kann nur aus dem Mund eines dummen "Plauderi" kommen welcher mit grösster Wahrscheinlichkeit gar nie in der Armee war oder offensichtlich über ungenügende Kenntnisse verfügt. Anders kann seine Äusserung nicht interpretiert werden.
Marcel Müller
Krieg ist auch Steuerverschwendung (Denkpause für die Linken....) --> Wir brauchen also auch eine Armee. Aber wir haben im Moment eine bessere Pfadi mit vielen Aufträgen und zwar zu jedem Bedrohungsbild einen. Dumm nur, dass jeden Tag eine neue Bedrohung dazukommt.
Peter H. Kuhn, Regensdorf
Wo bleiben die Konsequenzen für dieses grauenhafte Malaise in der Armee? Die dafür verantwortlichen, unfähigen Führungspersonen sollten auf der Stelle entlassen werden. Ohne Fantasie-Entschädigungen-im Gegenteil. Erstaunlich, sehr erstaunlich auch, dass die zuständige Kommission unter NR Zuppiger, SVP, so flügellahm und immer nur dann reagiert, wenn ein Ereignis öffentlich wird. Verantworltich sind aber auch die politischen Parteien. Man hat langsam aber sicher genug von diesen unfähigen Hampelmännern in Bern.
M. Sch.
Beim Militär ist es wie in der Privatwirtschaft. Die Bosse, also Bundesrat Schmid und Konsorten, treffen Entscheidungen bis das Desaster perfekt und kassieren dafür fette Saläre. Ausbaden muss es, auch wie in der Privatwirtschaft, der Soldat. Die Verantwortung wird abgeschoben und die Probleme schöngeredet. Kritisiert wird aber nicht das Führungsgremium, sondern die gesamte Armee, also auch die, die nichts für das ganze Problem können. Gebt der Armee endlich das Geld das sie braucht. Im heutigen Zustand ist eine sinnvolle Landesverteidigung und Aufgabenerfüllung nicht möglich. Sparen ist gut, aber nicht am falschen Ort. Ausserdem ist es fast so gut wie sicher, dass diejenigen Politiker, die heute das Militär bekämpfen und mit Sparübungen belasten am lautesten nach der Armee schreien, wenn etwas passiert (Naturkatastrophe, Terrorismus etc). Unsere Armee wird gebraucht. Kehren wir zurück, zur Zeit, wo die Armee noch funktionierte und fangen mit den Verbesserungen nochmals an. Lasst diesmal aber bitte die Profis ran.
Jenna Jameson
Hr. Bonny schlägt zumindest mal in die richtige Kerbe. Nur, das alles interessiert weder im Bundeshaus noch im VBS irgendjemanden. Der Sämi harrt aus und wird seine Zeit mit dem Kopf im Sand in gewohnter Bunkermanier absitzen, protektiert und gehätschelt von seinen netten Bundesratskollegen. Aber das ist eigentlich alles egal, frische Kampfjets braucht das Land!
Karl Eigenmann
Zu viele Reformen in zu kurzer Zeit, für eine Miliz-Armee ist das zu viel und zu schnell! Dazu kommt, dass die Reformen zu wenig weit gingen resp. gehen. Keine Armee der Welt ist im Stande effizient gegen Terrorismus vorzugehen. Aber auch Oberst Bonny sieht die aktuelle Bedrohungslage als richtig interpretiert: "Gefahr vor terroristischen Anschlägen". Zur Terrorismusbekämpfung braucht es aber weder Kampfflugzeuge noch Kampfpanzer, sondern sehr gut informierte Nachrichtendienste in guter Zusammenarbeit mit Polizeikräften. Kurz und bündig kann man demzufolge die Armee in der heutigen Form abschaffen. Besser ist es, ein Post-Invasions-Dispositiv aufzuziehen, welches einen allfälligen Besatzer mit gezielten Guerilla-Aktivitäten zum Abzug zwingen kann - genau so, wie es unsere Vorfahren mit den Österreichern machten und so wie es El-Kaida und die Taliban heute in Afghanistan und Irak tun.
General Frieden
Unglaublich, jeden Tag neue Meldungen zur Steuergelderverschwendung! Wir brauchen keine solche Armee, der "neue" Krieg findet auf dem Internet statt!
hans meyer
Was soll das den wieder? Einen Bericht von einem Milizer? Es wird niemals aufhören solange nicht endlich proffesionelle Leute in der Armee arbeiten. Und nicht einen Haufen gelangweilter WKler, die 3 Wochen grüne Ferien geniessen. Heute geht das einfach nicht mehr!!!
Carl Mustic
Als damals im Inspektorat VBS Dienst Leistender hat man sich natürlich keine grossen Gedanken gemacht darüber, dass 1. der Bericht eingestampft wurde 2. das Inspektorat eliminiert wurde BR Schmied hat sich nämlich schon früher verschiedentlich profiliert als Mann für "unorthodoxe Problemlösungen". Negative Berichte des Inspektorats wurden aus Prinzip ignoriert/eingestampft, resp. man suchte die Schuld für die Berichte über Mängel beim Inspektorat (!!!). Die Auflösung des Inspektorats war also nur die logische Konsequenz dieses Verhaltens. Aber: man stelle sich einmal vor, eine Bank würde das Inspektorat auflösen, wenn ein Bericht Mängel zutage fördert... Es war jedenfalls aus Sicht des Steurzahlers keine gute Entscheidung, sich die Kosten für das Inspektorat zu sparen (welches übrigens verschiedentlich Probleme ausgeleuchtet hatte, welche den Steuerzahler völlig unnötigerweise Millionen gekostet haben [PISA, ...] - aber eben es handelte sich ja nicht um die Kohlen von BR Schmied...).
Noldi Müller
Wieso wurden die Armmereformen durchgeführt? Es gibt einige Gründe. Die geänderte Bedrohungslage, der notwendige Personalbestand, neue Techniken und nicht zuletzt muss auch gespart werden. Nur mit dem Sparen werde auch Leute entlassen. Personalkosten sind ein gewichtiger Faktor. Wie auch in der Privatwirtschaft wurden vermutlich ältere Arbeitnehmer entlassen, welche die Anforderungen, Abläufe, etc. intus hatten. Nachher ist man erstaunt wenn nichts mehr richtig läuft. Genau wie in der Privatwirtschaft. Daher hört mit dem Sparen auf und gebt dem Militär was es braucht, denn nur mit Geld und den kompetenten Personen an der richtigen Stellen funktioniert auch in Zukunft unser Armee. Nur diese Personen arbeiten nicht für ein Butterbrot....
weg damit
Der Artikel lässt davon träumen, was man mit den vielen Millionen für grossartige Sachen anstellen könnte, anstatt sie in diesen Loserverein zu investieren. Aber, die Herren Militärköpfe, macht bitte weiter wie bisher - dann erledigt sich die Armee umso schneller ganz von selbst.
David Möri
In sicherheitspolitischen Vorstössen und Stellungnahmen fällt mir die Ueberzahl der männlichen Exponenten ebenso auf, wie deren an Einzelaspekten und Extrempositionen reichen Voten. Im Grunde ist die Materie viel zu ernst, um sie frustrierten "Militärerfahrenen" und ideologischen Fundamentalisten zu überlassen.
Martin T
Kann Markus Mueller Aussage nur unterstreichen. Seit 15 Jahren mach ich nun WK und ich muss sagen, die werden immer bloeder und lockerer. Es gibt immer mehr Nullnummern (Budget verbrennen). Marschbefele kriegte ich dieses Jahr schon in 3facher Ausfuehrung. Das Diernstbuechlein muss ich auch schon jedes Jahr irgendwohin einschicken. Also ein solche Militaer brauchen wir wirklich nicht. Aber solange S. Schmid meint wir brauchen ihn.......
E. Meyer
Reichlich spät diese Erkenntnisse!
Stefan Wullschleger
Ich habe als Miliz Infanterie Offizier auch zwei Reformen durchgemacht. Mir taten all die AdAs im WK immer leid, die durch die Reformen verursacht Versuchskaninchen spielen mussten. Die stetigen Neuerungen und Veränderungen brachten nicht nur das Kader in Rage, sondern hinterliessen auch sichtbare Schäden bei den AdAs. Kam erschwerend dazu, dass das Instruktionskorps teils überfordert war. Mich erstaunt es eigfentlich nicht, wo die Armee heute steht. Die Politik trägt die alleinige Verantwortung dafür.
Thomas Schwarz
Back to the roots! Habt den Mut und gebt der Armee nur 1 Auftrag: Landesverteidigung! Es ist nicht Aufgabe der Armee Skipisten zu plätteln oder bei privaten Veranstaltungen wie EURO oder WEF den Verkehr zu regeln und Funktnetze zur Verfügung zu stellen. Dazu eine direkte, qualifizierte militärische Führung mit einem Generalstabschef an der Spitze, der gegenüber dem Gesamtbundesrat und dem Parlament die Verantwortung für die Einsatzbereitschaft der Armee trägt. Löst "Bevölkerungsschutz & Sport" auf und nennt das Departement wieder so, wofür es da ist "Militärdepartement". Dann einen kommunikativen und führungsstarken Bundesrat (muss allerdings erst noch gewählt werden, keiner der bisherigen wäre dazu in der Lage) an die Spitze. Dann gebt ihm 5 Jahre Zeit und die Armee ist wieder glaubwürdig und hat entsprechenden Rückhalt im Volk.
Robert H.
Kann ich alles nachvollziehen und ich vermute, das stimmt auch so. Aber wie soll beim herrschenden, politischen System das Übel an der Wurzel gepackt werden? Wie soll den eine Reform des Departements realistischerweise angegangen werden? Liegt das wirklich und einfach an der fehlenden Kompetenz von Samuel Schmid - oder funken da noch zu viele andere rein. Letztendlich ist das Amt des Vorstehers ja ein politisches, und da wäre es doch eher Zufall, wenn soviel Führungskompetenz auch noch dazukäme...
Alexander Denzler
Der Artikel spricht vom Vereinfachen und erwähnt dann: ........eine Kommission für militärische Landesverteidigung..............dieser gehörten die sieben Korpskommandanten, der Rüstungschef und der Generalsekretär an. Sie hat den Chef des VBS und den Bundesrat beraten.» Also dieses Gremium wurde eliminiert, die Führung also vereinfacht. Und nun wird gerade dies wieder in Frage gestellt?
Jonas Graf
Die Armee funktionierte schon zu meiner Dienstzeit nicht und produzierte vorwiegend Leerlauf. Wie sagte doch mein damaliger Kompaniekommandant nach einem Manöver, in dem wir Soldaten tagelang herum lagen oder standen, es sei wie beim Mikado, wer sich als erster bewege habe verloren… Oder gegen Ende der RS, als noch zuviel Munition da war, wurde sie sinnlos in den Walliser Bergen verballert. Auf die Frage, warum kein Rückschub hiess es, das sei aufwändiger und man wolle für die nächste RS wieder gleich viel Munition... Solange die Armee von der Mehrheit der Parlamentarier als unantastbar heilige Kuh behandelt wird, wird weiter gewurstelt. Ob der zuständige BR nun Schmid oder sonst wie heisst!
E. C.
Bei diesem desolaten Zustand sollte man den ominösen Bundesratsbunker vergrössern,damit es im Ernstfall auch die ganze Armee platz findet,man weiss ja nie!!
Remo Kuster
es ist Zeit dass Sämi Schmid sein Platz räumt..... asonsten ist die Armee ganz und gar unbrauchbar...... Lieber keine Armee als eine solche
Mark Sta
Die Schweiz beginnt zu darbeley, und wer hats erfunden.
A. D.
Da trägt Bundestat Schmid schwere Verantwortung. Und Verantwortung tragen heisst, bei Versagen die Konsquenzen ziehen. Denn ein Bundesrat hat nicht nur Kompetenzen. Mit den Kompetenzen ist die Verantwortung verbunden. Und wer laufend nicht oder falsch entscheidet, der muss gehen. Oder entspricht eine verantwortungslose Führung unserer Staatsidee? Bei den Missständen in der Armee, die das überhaupt Vorstellbare bei Weitem übertreffen, ist aber nicht nur Bundesrat Schmid in der Verantwortung, sondern der Gesamtbundesrat. Der Bundesrat in seiner heutigen Form genügt den Anforderungen seit Jahrzehnten nicht mehr. Wann nimmt das Parlament die notwendige Umgestaltung an die Hand? Oder muss das Volk die Sache selbst in die Hand nehmen, weil die in Bern alle schlafen und lernresistent sind?
Hans Graf
Käme diese berechtigte Kritik nicht vom FDP-Mann Bonny, sondern von einem der SVP, wäre sie kaum gedruckt worden. Wie lange dauert es noch, bis unser Parlament aufräumt? So wie ich es in den letzten 10 Monaten erlebt habe wohl nie... Bei dem Fisch stinkt nich nur der Kopf.
Stefan Meier
Es ist doch schon eigenartig. Da kürzen die Bürgerlichen das Budget bis an den Anschlag. Und genau diese Politiker kritisieren jetzt den Zustand der Armee. Unter unseren Politikern hat es einfach zu viele Nieten. Dabei steht der Bundesrat sicherlich nicht an vorderster Front. Ein Beispiel: Blocher kritisiert die Armee massiv. Aber genau er war einer der Hauptverantwortlichen für diesen Zustand.
Markus Weiersmüller
Fünf volle Tage dauert es heute, bis der Flughafen Kloten einigermassen militärisch geschützt ist oder das Militär bei Unglücksfällen (wie damals Alitalia/Stadlerberg) unterstützend eingesetzt werden kann. Dazu kann ich nur den Kopf schütteln. Als ehemaliger Angehöriger des Flughafen-Regiments (9 Jahre als Kompanie-Alarmverantwortlicher) weiss ich, dass bei uns nach einer Alarmauslösung innert 3 Stunden rund 75% des Mannschaftsbestandes am Flughafen einsatzbereit waren. Möglich war dies durch eine professionelle Organisation sowie ein Gebäude, in welchem unsere Ausrüstung (inkl. leichter Waffen sowie Piranha-Panzerjäger) gelagert war. Sparmassnahmen hin oder her - die drei Alarmverbände hätten nie abgeschafft werden dürfen!
Marcel Müller
Armee 68, Armee 95, Armee XXI (21), Armee 08/11 und jetzt noch eine. Das wären dann also 5 Reformen in 15 Jahren! Bevor es funktioniert, wird schon wieder umgebaut. Ich habe drei davon mitgemacht und nach jeder Reform haben wir im WK weniger gemacht, waren weniger motiviert und hatten aber viel mehr und teures Material und keiner wusste was man damit tun soll. Wir planen uns k.o. Kein Wunder ertrinken Leute bei böötlen auf der Kander.....
Thomas Hug
Der Artikel ist okey. Den Schlusssatz finde ich super!! "Eine Armeereform ohne Reform des Departements ist nicht möglich." Aber einmal ganz nüchtern betrachtet: Die Hand die einem füttert die Beisst man nicht!!! Oder. Auch das wird in einem endlosem Paragraphen Wald enden da jeder dem andern nicht weh tuhen will!! Und wenn es dann doch mal zu stande kommt ist schon wieder so viel zeit vergangen das die Umwelt ganz anders aussieht wie da als man begonnen hat. Schade eigentlich!!
dr. bugsierer
dichtmachen, den saftladen.
Hans Fischer
Es ist schon fast ein Tabubruch, dass ein solcher Artikel gedruckt werden darf. Wir brauchen eine Armee für die Verteidigung der kleinen CH und nicht für Europa. Den die kommenden Feinde der EU werden nicht die Feinde der CH sein! So gilt es auch eine unabhängige Institution gegen den Terrorismus im Inland zu etablieren.
Claude Buhler
Ich finde es genial wie sich in Bern die Papiertieger und Buerokraten selber vermehren. Aber bedenken wir, wo sollten alle diese ex Offiziere, Generalstaebler in der Privatwirtschaft arbeiten........im Swiss Pentagon sind sie gut aufgehoben. Sie verdienen gut und tun niemandem weh. Auch werden sie nie Arbeitslos. Also: Noch mehr Buerojobs fuer diese Privatwirtschaftliche Nullen..............so schaden sie nicht der Arbeitslosenkasse..................
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